Aussteller berichteten von ihren Schätzen

Lucia Clauss betreibt „Das Schmuckfenster“ und kam zum ersten Mal auf die Messe VS. „Eigentlich hatte ich nichts mit Schmuck im Sinn“, schon gar nicht mit Steinen, denen man heilende Wirkung zuspreche, „ich dachte, das ist alles Hokuspokus.“ Schließlich bekam sie eine Reise in die Karibik geschenkt, und das war der Stein des Anstoßes: Per Zufall entdeckte sie in der Dominikanischen Republik den dort als heiligen Stein geltenden Larimar, ein blauer Pektolith – ein sehr selten vorkommendes Mineral. „Blau war schon immer meine Lieblingsfarbe.“ Sie fliegt nun regelmäßig in die Karibik, um Larimar-Schmuck einzukaufen. Ringe, Armreifen, Ohrringe, Ketten und Anhänger sind bereits vor Ort gefertigt, denn die Ausfuhr unbearbeiteten Larimars ist strikt verboten.

Das „Edelsteinhaus“ bietet in Idar-Oberstein eine umfassende Palette an Edelsteinen, Schmuck und Mineralien. Was erwartete aber die Besucher der COLLECT EXPO Besonderes? „Sternrutile“, betonte Inhaber Erwin Hess: „Dies ist ein ganz seltenes und hochwertiges Mineral aus Brasilien.“ Rutilquarze bestehen aus klarem Bergkristall, in denen goldene Rutilnadeln eingewachsen sind. In Idar-Oberstein werden die Edelsteine nach alter Tradition verarbeitet. „Zusätzlich“, ergänzte Hess, „bringen wir hochwertigen Goldschmuck mit.“

Rüdiger Hesse von der „Schatzinsel“ aus Rothenburg war vor der Messe ganz aufgeregt: Der Container mit seinen 3,8 Tonnen Steinskulpturen aus Simbabwe war gerade im Hamburger Hafen eingetroffen, dann wurden noch die Zollformalitäten abgewartet, und dann ging ein Teil der Ladung auch zur COLLECT EXPO. Hesse reist seit 1984 jedes Jahr nach Simbabwe und kauft dort Skulpturen von Elefanten, Giraffen, „eigentlich von allen Tieren“ ein, die in Handarbeit geschnitzt werden, sowie traditionelle Statuen. Das zweite Standbein der „Schatzinsel“ ist selbst entworfener Silberschmuck.

Karl Eisenlauer bestückte seinen Stand mit rund 50 Holzikonen – griechische und russische jeweils mit Expertisen. Viele dieser Kultbilder stammen aus dem 16./17. Jahrhundert, aber auch neu gemalte aus dem 20. Jahrhundert sind dabei, „denn wann die Ikonen hergestellt wurden, spielt für die Gläubigen keine große Rolle.“ Heiligenbilder werden vor allem von orthodoxen Christen verehrt. Gefragt nach einer ganz besonderen Rarität der Ausstellung, nennt er die „Hl. Dreifaltigkeit“, eine alttestamentliche Darstellung aus Russland um 1850.