Außergewöhnliche Sonderschauen in 2019

Augen bewegen sich im Takt des Pendels

Die Sonderschau „Und ewig ticken die Wälder …“ präsentierte Tisch- und Wanduhren aus drei Jahrhunderten. Ein Ururenkel des Eisenbacher Uhrenfabrikanten Johann Baptist Beha organisierte die Ausstellung und stellte die Traditionsgeschichte der Uhrenindustrie im Hochschwarzwald vor. So befanden sich unter den Ausstellungsstücken zahlreiche Automatenuhren mit Augenwender: Deren Figuren bewegen, öffnen und schließen ihre Augen im Takt des Pendels. Auch Kuckucksuhren mit Echo oder eine kleine Kathedrale, „mit vier Männle, die die Glocke schlagen“, wurden gezeigt.

Otto Dix' Schüler und Freund: Hermann Wiehl

Eine außergewöhnliche Sonderausstellung zeigte die Galerie Roeder aus Oberuhldingen am Bodensee, die Werke des Malers Hermann Wiehl (1900 – 1978) wiederentdeckt, zusammengetragen und konserviert hat. Wiehl – bei Triberg als Sohn eines Uhrenhändlers aufgewachsen – gilt als Klassiker der Moderne und war Otto Dix‘ Schüler und Freund. Ebenso wie der Künstler Dix war auch Wiehl im Dritten Reich mit einem Ausstellungs- und Verkaufsverbot belegt. Er favorisierte Bodensee- und Schwarzwald-Motive und entwickelte seine ganz eigene, unverkennbare Handschrift.

Alltagsszenen von Kaspar Kaltenmoser

Zusätzlich stellte die Galerie Roeder Bilder des Horber Malers Kaspar Kaltenmoser (1806 – 1867) aus, der unter anderem Schwarzwälder Alltagsszenen in seinen Gemälden festhielt.

„Geheimnisvolle Natur – faszinierende Welten“

Messebesucher wurden bei der Mollusken-Ausstellung fachkundig über diesen arten- und formenreichen Tierstamm der Weichtiere informiert, die vor allem im Meer leben. In 39 Schaukästen wurden über 2500 Exponate gezeigt. Geschenk- und Schmuckartikel aus Perlmutt, Perlen und Mollusken-Schalen gab es ebenfalls am Stand.