2018: Hier wurden Schätze unter die Lupe genommen

Frank Mueller, Gemmologe
Urs Grospitz, Uhrmacher

 

Wer beispielsweise in der Schatulle seiner Oma kramt und Ringe mit wunderbar glänzenden Edelsteinen entdeckt, konnte sie auf der COLLECT EXPO 2018 auf Material und Echtheit prüfen lassen. Ebenso Uhren und Mineralien. Die Experten bieten diesen Service auf der Messe kostenlos an.

Frank Mueller aus dem westfälischen Hagen ist Diamantgutachter und Gemmologe – er bestimmt und bewertet Edelsteine. Das Wichtigste bei seiner Arbeit ist das Bestimmen der Steine: „Da kommen die Leute mit einem Erbstück und wollen wissen, was für ein Stein darin ist und was er wert ist.“ Ist der Stein überhaupt echt oder eine Nachahmung oder gar Fälschung? Sehr viele Steine dieser alten Erbstücke seien gar nicht echt, erzählt Mueller. „In den 20er bis 60er Jahren – die große Zeit des Modeschmucks – entwickelte man ganz viele Steine auf synthetische Weise: Rubine, Saphire, Steine in allen Farben.“ Und wie trennt er die echten von den künstlichen Stücken? Ganz nach den Regularien der Gemmologie, beschreibt er seine Vorgehensweise. Mit Polariskop und Refraktometer prüft er die Lichtbrechung, Qualität und schaut sich den Stein letztlich unterm Mikroskop an.

Carsten Brunner vom Verein für Mineralogie und Paläontologie e.V. in Villingen-Schwenningen nennt Bergkristalle und Kalzit-Kristalle als die am häufigsten in der Region vorkommenden Mineralien. Auf der Messe bestimmen erfahrene Vereinsmitglieder mitgebrachte Stücke.

Urs Grospitz von der Uhrmacher-Werkstatt in Villingen-Schwenningen erstellt Expertisen: „Viele Leute besitzen teure Uhren. Ich sehe mir den Zustand der Uhr an, das Material und ich schaue, was die Uhr am Markt wert ist“. Er schöpft aus einem großen Erfahrungsschatz, denn er fertigt in seiner Werkstatt auch schriftliche Expertisen an – beispielsweise für Kunden, die für den Versicherungsfall vorsorgen wollen.